Dokumentation
Berufskrebs stellt noch immer den größten Teil berufsbedingter Todesfälle in Deutschland dar und kann nur mit einer effektiven Prävention bekämpft werden. Seit Jahrzehnten beschäftigen sich die Aufsichtsdienste der Unfallversicherungsträger und der staatlichen Arbeitsschutzverwaltungen damit, wie Berufskrankheiten durch Exposition gegenüber Gefahrstoffen mit wirksamem Arbeitsschutz verhindert werden können. Seit 2020 wurden die Aktivitäten in eine konzertierte Aktion, das sogenannte "Arbeitsprogramm zu Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen" mit dem Ziel der Prävention von berufsbedingtem Krebs gebündelt im Rahmen der dritten Periode der Gemeinsamen Arbeitsschutzstrategie (GDA) gebündelt.
Am 12. November 2025 trafen sich die aktiv am Erfolg und den Ergebnissen beteiligten Aufsichtsdienste und Stakeholder, um gemeinsam die wichtigsten Erkenntnisse zu reflektieren. Sie diskutierten in der für den Arbeitsschutz so repräsentativen Stahlhalle der DASA in Dortmund, welche Aktivitäten in Zukunft weiterhin notwendig und erforderlich sind. Repräsentanten der Sozialpartner, Länder, Unfallversicherungsträger und des BMAS waren sich einig, dass die Prävention von Berufskrebs unverminderte Aufmerksamkeit in den kommenden Jahren braucht. Deswegen wer-den alle daran arbeiten, dass die in der dritten GDA-Periode angelegten Prozesse - zu nennen sind zum Beispiel die Unterstützungsinstrumente GDA-Gefahrstoff-Check und GDA-Best-Practice Datenbank sowie eine enge Verzahnung mit gleichgelagerten europäischen Prozessen - weitergeführt werden.
Zum Dank an die vielen Personen im Hintergrund, die unermüdlich am Erfolg des Arbeitsprogramms mitgewirkt haben, war die Veranstaltung entsprechend dramaturgisch effektvoll vom Trio "3 Kölsch mit Schuss" begleitet. Die abschließende zeremonielle Weitergabe von Staffelstäben an alle Beteiligten war mehr als nur ein symbolischer Akt: Unvermindertem Engagement ist nötig, um die Herausforderungen der Zukunft, die nicht ohne die Verwendung von Gefahrstoffen möglich ist, zu meistern und die beteiligten Akteure werden Berufskrebs weiterhin aktiv bekämpfen.
Die Vorträge können hier eingesehen werden.
Programm (PDF, 254 KB, Datei ist barrierefrei)
Vorträge
Zahlen, Daten, Fakten - Die wesentlichen Ergebnisse (PDF, 1 MB, Datei ist barrierefrei)
Dr. Dirk Taeger, Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV (IPA)
Die Roadmap on Carcinogens - mit Europa verbunden (PDF, 4 MB, Datei ist barrierefrei)
Dr. Michaela Clever, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Workers' exposure survey on cancer risk factors - Aktivitäten der EU-OSHA (PDF, 682 KB, Datei ist barrierefrei)
Dr. Urs Schlüter, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Herausforderung Kreislaufwirtschaft: Arbeitsschutz in einem komplexen Regelungssystem - am Beispiel Batterien (PDF, 3 MB, Datei ist barrierefrei)
Dr. Nicoletta Godas, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
"Kleben statt Schweißen?" Ein Aktionsprogramm zum sicheren Schweißen (PDF, 1 MB, Datei ist barrierefrei)
Andreas Hasse, BGHM
Kritische metallische Rohstoffe: unverzichtbare Gefahrstoffe für die Transformation (PDF, 5 MB, Datei ist barrierefrei)
Dr. Martin Wieske, WV Metalle
Eine kleine Bilanz von 34 Jahren Gefahrstoffschutz bei der BAuA (PDF, 5 MB, Datei ist barrierefrei)
Dr. Rolf Packroff, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)