In den Laboren zur Bioaerosolanalytik und -bewertung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) wird untersucht, inwieweit am Arbeitsplatz Gesundheitsgefahren durch luftgetragene Biostoffe bestehen.
Die Labore zur Bioaerosolanalytik und -bewertung sind der Fachgruppe 4.II.2 Bioaerosole zugeordnet und befinden sich am Standort der BAuA in Berlin. Folgende Forschungsschwerpunkte werden in den Laboren bearbeitet:
- Bestimmung mikrobiologischer Parameter in der einatembaren Staubfraktion von Arbeitsplatzproben
- Entwicklung von Methoden zur umfassenden Analyse von Bioaerosolen an Arbeitsplätzen und humanen Exhalaten mittels Omics-Technologien
- Entwicklung zellbiologischer Modellsysteme zur Bewertung des toxischen Potentials von Biostoffen und Bioaerosolen an Arbeitsplätzen.
Zur technischen Ausstattung im Bereich der Omics-Technologien gehören Nanofluss-Chromatographie-Systeme in Verbindung mit hochauflösenden Massenspektrometern (nanoLC-MS/MS) für (Meta-)Proteomanalysen und ein Sequencer der 3. Generation für (Meta-)Genomanalysen. Die Labore verfügen weiterhin über q- und dPCR-Systeme, ein Zellimpedanzmesssystem, Mikroskope für Live Cell Imaging, diverse Brutschränke und biologische Sicherheitswerkbänke für mikrobiologische und zellbiologische Arbeiten sowie diverse Pumpen mitsamt Pumpenköpfen zur Sammlung von Bioaerosolen an Arbeitsplätzen. Des Weiteren sind Geräte zur Sammlung humaner Exhalatproben vorhanden.
Die Fachgruppe 4.II.2 – Bioaerosole kooperiert mit verschiedenen Fachgruppen anderer europäischer Arbeitsschutzinstitute im PEROSH-Netzwerk. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit dem FBN Dummerstorf und universitären Arbeitsgruppen mit Fokus auf speziellen Analysetechniken.
Bei Interesse an einer Kooperation mit der Fachgruppe 4.II.2 Bioaerosole bzw. weiteren Informationen nutzen Sie bitte eine der unten angegebenen Kontaktmöglichkeiten.