Gefahrstoff-Labor

Das Gefahrstofflabor der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verfügt über verschiedene Probenahmesysteme, Messmethoden und analytische Geräte, um die inhalative Gefahrstoffbelastung am Arbeitsplatz unter realitätsnahen Bedingungen zu quantifizieren.

Das Labor ist der Gruppe 4.I.6 Gefahrstoffmessungen zugeordnet und befindet sich am Standort der BAuA in Dortmund. Die Gruppe 4.I.6 konzentriert sich in Forschung und Entwicklung auf

  • Feldstudien zur Messung und Beurteilung von äußeren (inhalativen und dermalen) chemischen Belastungen am Arbeitsplatz unter Berücksichtigung der im Unternehmen und am Arbeitsplatz vorhandenen Schutzmaßnahmen,
  • die Entwicklung, Erprobung und Validierung von Messstrategien und –verfahren für Gefahrstoffe am Arbeitsplatz und die Teilnahme an Ringversuchen,
  • die Durchführung von modellhaften Gefährdungsbeurteilungen, Arbeitsplatzmessungen und Wirksamkeitsprüfungen für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen in Klein- und Mittelbetrieben,
  • die Erarbeitung, Validierung und Aktualisierung von Schutzleitfäden zum Einfachen Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG).

Die Ausstattung der Labore beinhaltet verschiedene Geräte zur Durchführung von Laborarbeiten in der anorganischen und organischen Analytik; u.a. mittels Atomabsorptionsspektrometrie (AAS), Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC), Gaschromatographie (GC), Ionenchromatographie (IC) und Coulometrie. Zusätzlich verfügt die Laborinfrastruktur über ein Nasschemisches Labor, welches auch zur Ausbildung von Chemielaboranten dient. Für die Durchführung von Probenahmen in Betrieben stehen unterschiedliche mobile Probenahmesysteme (verschiedenen Pumpen, Messköpfe, Probenträger, etc.) zur Verfügung.

Die Forschung der Gruppe 4.I.6 ist stark anwendungsbezogen – ein wichtiger Austausch von Forschungsfragen und -ergebnissen zur Gefahrstoffmessung findet daher in Gremien des Ausschusses für Gefahrstoffe (AGS), der Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der DFG (MAK-Kommission), der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) oder im Arbeitskreis der Ländermessstellen für chemischen Arbeitsschutz (ALMA) statt. Daher ist die Gruppe hier gut vernetzt und beteiligt sich aktiv an der Arbeit diverser Gremien. Diese Kontakte dienen einerseits der der Diskussion aktueller Forschung zum Thema Gefahrstoffmessung, haben aber zusätzlich auch die Funktion, Forschungsfragen mit Relevanz für die direkte Anwendung in Betrieben rechtzeitig zu identifizieren.

Bei Interesse an einer Kooperation mit der Gruppe 4.I.6 Gefahrstoffmessungen bzw. weiterer Informationen zum Gefahrstofflabor nutzen Sie bitte eine der unten angegebenen Kontaktmöglichkeiten.

Kontakt

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Friedrich-Henkel-Weg  1-25
44149 Dortmund

Telefon: 0231 9071-2071
Fax: 0231 9071-2070

info-zentrum@baua.bund.de

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