Berufsepidemiologische Analysen zu ausgewählten Infektionskrankheiten basierend auf Längsschnittdaten der NAKO Gesundheitsstudie

  • Projektnummer: F 2597
  • Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
  • Status: Laufendes Projekt
  • Geplantes Ende: 31. Mai 2028

Projektbeschreibung:

Zum Risiko für Infektionen, die man bei der Arbeit erwirbt, gibt es bisher nur wenige Daten. Studien zu beruflich bedingten Infektionskrankheiten in Deutschland haben bislang meist nur einzelne Krankheitsbilder, z.B. COVID-19, oder Berufsbranchen, z.B. das Gesundheitswesen, untersucht.

Daher ist das Ziel dieses Projektes, das Auftreten verschiedener Infektionskrankheiten bei Erwerbstätigen in Abhängigkeit von der ausgeübten beruflichen Tätigkeit und weiteren arbeitsbedingten Faktoren (z.B. Führungs- oder Aufsichtstätigkeit) zu untersuchen.

Zum einen sollen Infektionskrankheiten untersucht werden, die in der Bevölkerung eher selten auftreten und zum Teil meldepflichtig sind (z.B. Tuberkulose, Hepatitis B und C); zum anderen sollen häufiger auftretende und mitunter weniger schwer verlaufende Infektionskrankheiten betrachtet werden (z.B. Infektionen der oberen und unteren Atemwege, Magen-Darm-Infekte).

Zur Beantwortung dieser Forschungsfragen werden die Daten der Erst- und Zweitbefragung der NAKO Gesundheitsstudie genutzt, an der ca. 150.000 Erwerbstätige bei der Erstbefragung teilgenommen haben. In dieser größten Kohortenstudie in Deutschland wurden neben Informationen zum ausgeübten Beruf auch arbeits- und gesundheitsbezogene Daten erhoben.

Mit diesem Projekt wird angestrebt, Berufsgruppen mit einem erhöhten Auftreten von Infektionskrankheiten zu identifizieren.

Auf der Grundlage dieser Ergebnisse können künftig gezielt weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um tiefere Einblicke in den Zusammenhang zwischen der beruflichen Tätigkeit und dem Auftreten bestimmter Infektionserkrankungen zu erhalten. Zudem kann geprüft werden, inwiefern ggf. weitere Anstrengungen in Bezug auf die betriebliche Prävention und somit den Schutz von Beschäftigten vor Infektionskrankheiten unternommen werden sollten.

Weitere Informationen

Kontakt

Fachgruppe 4.II.1 "Biostoffe im Arbeitsschutz"

Service-Telefon: 0231 9071-2071
Fax: 0231 9071-2070

Fachgruppe 3.4 "Medizinischer Arbeitsschutz, Berufskrankheiten"

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